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15.10.2018

Erhalten statt ersetzen

Keine Behandlung von der Stange: Endodontie gehört zweifellos zur hohen Kunst moderner Zahnmedizin. Für den maximalen Behandlungserfolg – die langfristige Erhaltung natürlicher Zahnsubstanz – sind Filigrantechniker mit viel Sachverstand am Wurzelwerk beschäftigt.

Wozu dienen endodontische Behandlungen bzw. Wurzelkanalbehandlungen und wie funktionieren sie?
Viele kennen es: Die Zahnwurzel entzündet sich und es kommt zur schmerzhaften „dicken Backe“. Die Endodontie befasst sich mit Erkrankungen des Zahninneren und hilft hier weiter! Das innenliegende Zahnmark besteht aus Blutgefäßen und Nerven, die von Bakterien befallen werden können. Wenn eine Zahnmarkentzündung unbehandelt bleibt, können diese Bakterien über die Wurzelspitzen in den Kieferknochen gelangen. Das kann gravierende Konsequenzen haben wie Knochenabbau im Kiefer oder eine Schwächung des Immunsystems mit Folgeerkrankungen. Mit der Wurzelkanalbehandlung verhindern wir, dass sich die Entzündung weiter ausbreitet, und retten den Zahn.

Warum ist eine Wurzelbehandlung eigentlich so aufwendig?

Die vielen kleinen Verästelungen und Seitenkanäle der Zahnwurzel machen das Verfahren so anspruchsvoll. Das Innere wird gereinigt, infiziertes Gewebe beseitigt, desinfiziert und mit einer antibakteriellen Füllung wieder dicht versiegelt. Präzises Arbeiten bis in die Spitzen ist hier existenziell für den optimalen Behandlungserfolg. Nur Fachkräfte mit entsprechender Spezialisierung auf Zahnwurzelbehandlungen können und dürfen das. Gerade bei der Endodontie gilt es, immer am Puls der Zeit zu sein, was Technik und Forschung angeht. Regelmäßige Fortbildungen sind deshalb selbstverständlich für unsere Spezialisten.

Die Regelversorgung der Krankenkassen schöpft die Möglichkeiten moderner Zahnerhaltung lange nicht aus. Optimal ist das nicht, oder?
Sagen wir mal so: Es gibt Endodontie und es gibt Endodontie. Die Kassenleistungen sind nur für die minimale endodontische Behandlung gedacht. Die modernen Hightech-Lösungen bezahlen Kassen in der Regel nicht.  Letztlich entscheidet die Kasse, welcher Zahn erhaltungswürdig ist und welcher nicht. Und leider müssen wir hier an die Eigenverantwortung der Patienten appellieren: Jedem sollte be­­8wusst sein, wie wichtig die Erhaltung der natürlichen Zähne ist – auch als Basis für etwaigen späteren Zahnersatz. Selbst wenn Implantate immer besser werden, bleibt der eigene Zahn die erste Wahl. 

Die Behandlungen sind maschinelle Filigranarbeit, die auf den Millimeter genau stimmen muss. Welche Techniken kommen dabei zum Einsatz?

Wir profitieren heute von Hightech-Methoden. Mit dem Dentalmikroskop sind die Erfolgsaussichten, Zahnsubstanz zu erhalten sehr hoch und es kommt kaum zu Schmerzen. Wir können die betroffenen Stellen sehr gut erkennen und das entzündete Gewebe komplett beseitigen. Die elektrometrische Wurzellängenmessung bringt millimetergenaue Sicherheit. Die reziproke, computergestützte Aufbereitung ist ein weiteres Hilfsmittel, das wir nicht mehr missen möchten. Früher wären Zähne, die wir so retten, ohne Umwege entfernt worden. Heute geben wir Zähnen eine zweite Chance. Das ist ein großartiges Gefühl.

Kontakt

Kim & Herzog
Zahnarztpraxis im Hasehaus
Neumarkt 1a
49078 Osnabrück

Tel. 0541 - 41905
Fax 0541 - 49711
praxis@kim-herzog.de

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